Hannes Arch hat mit Platz 2 beim Heimrennen in Spielberg nach dem enttäuschenden Auftaktrennen in Abu Dhabi zurück in die Spur gefunden. Im japanischen Chiba (4.-5. Juni) will der WM-Dritte jetzt nachlegen. Schlüssel zum Erfolg soll die nepalesische Gelassenheit sein, die der 48-Jährige von seinem jüngsten Trip ins ehemalige Königreich mit nach Japan gebracht hat. Red Bull TV und Servus TV übertragen das Rennen live.
Hannes, deinem Facebook-Account ist zu entnehmen, dass deine Vorbereitung auf Chiba dieses Mal mit Blick auf den Mount Everest stattgefunden hat: Wie lange warst du in Nepal und was hast du vor Ort gemacht?
(lacht) Stimmt, das kann man so sehen. Ich war eine Woche unten. Zum einen zur Vorbereitung auf ein Projekt mit KTM, als eine Art Location-Check mit Heli, zum anderen um mal so richtig zum Wandern und Trekken zu kommen. Das funktioniert in der Gegend um den Everest natürlich hervorragend und hat mir sehr viel Spaß gemacht!
Brauchst du diesen geistigen und räumlichen Abstand zum Red Bull Air Race zwischendurch, oder sind solche Auszeiten kurz vor dem Rennwochenende ein Nachteil?
Ich brauche diesen Abstand. Ganz klar. Im Rennflugzeug sitzt zwischen den Rennen eh niemand, weil die Flieger meist direkt zur nächsten Location geschickt werden. Für mich sind die Berge der perfekte Ausgleich.
Wie schaffst du es den Schalter nun umzulegen, vom Relax-Modus in den Wettkampf-Modus?
Das ist speziell in Japan kein Problem, weil hier die ganze Umgebung auf Rennmodus gepolt ist. Den Rest erledigt die Vorfreude darauf, wieder Rennen zu fliegen und sich und das Rennflugzeug akribisch auf den Rennstart vorzubereiten. Die Leidenschaft am Rennsport und die tolle Zusammenarbeit mit meinem Team machen wir diese Umstellung extrem leicht. Da mache ich mir auch dieses Mal keine Gedanken.
Welche Lehren hast du aus dem erfolgreichen Heimrennen in Spielberg für die kommenden Stationen gezogen?
Die Lehren aus Spielberg und auch aus Abu Dhabi sind, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind! Das Team und unser Flugzeug sind so super eingestellt, dass wir gemeinsam mit der einer nie dagewesenen Ruhe an Feinheiten arbeiten können, die uns noch weiter voran
Worauf freust du dich beim Rennen in Japan besonders? Auf die Herausforderung trotz der schwierigen Bedingungen ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das betrifft sowohl das Wetter, das in Chiba immer tricky ist, als auch das Reglement für den Kurs in Chiba, das unter anderem vorsieht, dass wir das Vertical Turning Maneuver hoch fliegen müssen, statt es auch mal flach zu probieren. Stand jetzt habe ich dafür wenig Verständnis, aber wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich hoffe, dass mir diesbezüglich die Gelassenheit zugute kommt, die ich aus Nepal mitgebrach









