Biografie

Die Anfänge...

Es gibt wohl wenige Menschen, die so viel Zeit in der Luft verbracht haben, wie der österreichische Pilot und Abenteurer Hannes Arch. Dass er dabei aber mit beiden Beinen am Boden bleibt, beweist er immer wieder.  Seit Hannes Arch 1996 bei der Gründung des Red Bull Arco Teams mitwirkte, gehört der Österreicher zu den besten Bergsteigern, Paragleitern und Stunt-Piloten. Der Allround-Abenteurer begann seine sportliche Laufbahn sehr früh - schon mit 16 Jahren bekam er den österreichischen Flugschein für Sonderpiloten. Mit 19 war er bereits staatlich geprüfter Berg- und Schiführer und mit 23 einer der besten Kletterer weltweit. Schließlich rundete er seine Outdoor-Ausbildung mit dem Studium der Sportwissenschaften ab und unterrichtete Sportklettern an der Universität Graz. Hannes Arch nahm schon früh an internationalen Gleitschirmbewerben teil und gilt als Pionier des Gleitschirm-Kunstflugs.

Hoch hinaus...

1998, ein Jahr nach Gründung des Arco Teams, begann er, mit Kunstflug zu experimentieren, und ab 2001 trainierte er mit der dreifachen Kunstflug-Weltmeisterin Catherine Manoury. Im selben Jahr gewann der talentierte Newcomer die Schweizer Meisterschaft in der Kategorie "Advanced" und verdiente sich damit einen begehrten Platz im Schweizer Kunstflug-Nationalteam.Im Jahr 2000 wagte er zusammen mit Ueli Gegenschatz als erster einen B.A.S.E Jump von der gewaltige 1800m hohen Nordwand des Eiger, einem der beeindruckendsten Gipfel der Schweizer Alpen. 2003 machten sich Arch und Gegenschatz erneut auf, um eine weitere Nordwand bergab zu bezwingen, nämlich die des Matterhorns. Auf dem berüchtigten Gipfel mit Europas höchstem „Exit“ blieben den beiden Extremsportlern nur zwei Sekunden, um ihre Schirme zu öffnen.

Sportler & Geschäftsmann...

Im Jahr 2000 verband Hannes seine Leidenschaft für den Extremsport mit seinem unternehmerischen Talent und gründete die Airpro GmbH, seine eigene Firma für Filmproduktionen und Stunt-Koordination. Als Spezialist für Film- und TV-Produktionen im Flugbereich zählte die Firma rasch einige große Namen zu ihren Kunden.

Event-Fieber...

Wenige Jahre später drückte Hannes der Gleitschirm-Szene erneut seinen Stempel auf, als er mit Red Bull X-Alps einen knallharten, internationalen Wettbewerb ins Leben rief, der die besten Paragleiter der Welt über die gesamten Alpen von Österreich bis nach Monaco führte – zu Fuß oder via Paragleiter. Red Bull X-Alps etablierte sich schnell als eines der extremsten Adventure Races der Welt und wurde 2013 bereits zum sechsten Mal ausgetragen.

Red Bull Air Race...

In den letzten Jahren sorgte Arch vor allem als Renndirektor und Teilnehmer des berühmten Red Bull Air Race für Aufruhr. Mit einem Sieg im Jahre 2008 und zwei zweiten Plätze in den Jahren 2009 und 2013 gehört Arch definitiv zu den ganz großen Nummern beim Red Bull Air Race.Nach einer dreijährigen Pause feiert das berühmte Rennen 2014 endlich sein Comeback. „Ich wusste immer, dass das Red Bull Air Race früher oder später zurückkommen würde – was Besseres konnte uns nicht passieren“, so Arch. „Ich bin froh, dass das Rennen erneut stattfindet. Wir sind alle Gegner und jeder will gewinnen. Mein Leben wird sich jetzt massiv verändern.“ 2014 wurde somit wirklich zu einem der spannendsten Jahre in seiner bisherigen sportlichen Karriere. Zwei Siege und durchgehend schnelle Rennen beim Red Bull Air Race 2014 ließen ihn über das Jahr hinweg immer die Führung behalten. Das Finale in Spielberg in Österreich, wurde zu einem emotionalen Showdown in seiner Heimat. Vor mehr als 34.000 begeisterten Fans zeigte er großartige Leistungen in den ersten Runden. Doch im Finale spielten die Nerven einen Streich und er musste sich mit dem Titel des Vize-Weltmeisters 2014 zufrieden geben.
Die Red Bull Air Race Saison 2015 zeigte sich durchwachsen für ihn. Mit einem zum Großteil neuen Team, wollte er nach dem nicht optimalen Saisonabschluss 2014 wieder ganz oben stehen. Doch lief nicht alles so wie geplant, technische Problem, Wetterpech oder krankheitsbedingte Ausfälle, trugen dazu bei, dass er trotz zweier grandioser Siege in Rovinj und Budapest nur Dritter in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft wurde. 2016 hat Hannes Arch einen weiteren Angriff auf die Weltmeisterschaft gestartet. Die Saison war geprägt von spannenden Kämpfen zwischen dem Dominator und späteren Weltmeister Matthias Dolderer, Hannes Arch und Matt Hall. Nach dem tragischen Unfalltod von Hannes am 8. September 2016, fanden die letzen beiden Saisonrennen in den USA ohne den voll auf Angriff gepolten Österreicher statt. Von den anderen Piloten war niemand mehr in der Lage, Hannes Arch einzuholen und der Steirer holte sich somit posthum seinen allerletzten Titel in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft, den dritten Gesamtplatz in der Saison 2016.

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